Mädchen - Essstörungen

Den bundesfachverband für Essstörungen finden Sie unter: Bundesfachverband Essstoerungen

 

In Frankfurt gibt es gleich zwei Einrichtungen zum Thema:

 

Balance - Beratung und Therapie bei EssStörungen e.V.

Waldschmidtstr. 11

60316 Frankfurt/M.

Tel. 069 49086 330

E-Mail: baless@t-online.de

www.balance-bei-essstoerungen-frankfurt.de

 

Mo-Fr 10-19 Uhr, Termine nach Vereinbarungen

 

 

Frankfurter Zentrum für Essstörungen gGmbh

Hansaallee 18

60322 Frankfurt/M.

Tel. 069 550 176

E-Mail: info@essstoerungen-frankfurt.de

www.essstoerungen-frankfurt.de

 

Bürozeiten: Mo/Di/Fr 10-12 Uhr, Mi/Do 14-16 Uhr, Termine nach Vereinbarung

 

 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informiert:

 

Informationen und Hilfe bei Magersucht und Bulimie

 

Essstörungen wie Anorexie und Bulimie bilden eine immer größere Gefahr: Fast ein Viertel (22 Prozent) der 11- bis 17-jährigen Mädchen in Deutschland leidet an Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) - Tendenz steigend. Die Folgen sind gravierend, rund 20 Prozent der Betroffenen sterben.

 

Verschärft wird das Problem durch das Internet: Auf Websites und in Chatforen werden Anorexie ("Ana") und Bulimie ("Mia") verharmlost oder verherrlicht und als erstrebenswerter Lifestyle dargestellt.

 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat deshalb gemeinsam mit der länderübergreifenden Initiative "jugendschutz.net" eine Informationsbroschüre für Eltern, pädagogische Fachkräfte und Provider entwickelt. Die Broschüre mit dem Titel "Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet" erklärt Ursachen und Symptome der Krankheiten, zeigt die Folgen auf und bietet Hilfe: Wie erkennt man eine Pro-Ana-Website? Wo gibt es Rat, wenn mein Kind betroffen ist? Auch verantwortungsbewusste Internet-Anbieter werden angesprochen: Sie finden Vorschläge, wie sie mit Pro-Ana/Mia-Angeboten umgehen können.

 

Essstörungen sind ein verzweifelter Ausdruck für die Ablehnung der eigenen körperlichen Entwicklung und Rolle im Übergang zum Erwachsenenalter. Betroffen sind immer mehr und immer jüngere Kinder, vor allem Mädchen. Umfragen belegen, dass sich inzwischen jede vierte Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren zu dick fühlt (aber nur jeder achte Junge).

 

Vielen Eltern und Pädagogen ist aber nicht bekannt, dass "Ana" und "Mia", wie Magersucht und Bulimie in der Szene verniedlichend genannt werden, für viele Kinder und Jugendliche längst zur "besten Freundin" geworden ist. Sie unterschätzen die Gefahr und halten Essstörungen für eine harmlose Modeerscheinung. Die betroffenen Jugendlichen erkennen jedoch nicht, dass sie krank sind und akzeptieren die gesundheitlichen Folgen des Hungerns um ihr gefährliches Körper- und Schönheitsideal zu erreichen.

 

Der Austausch in geschlossenen Internetzirkeln vermittelt ein gefährliches Wir-Gefühl, bei dem sich die Nutzerinnen und Nutzer gegenseitig in ihrer verzerrten Wahrnehmung bestätigen und der Bezug zur Realität verloren geht.

 

Die Broschüre "Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet" erscheint im Rahmen der ressortübergreifenden Initiative der Bundesregierung "Leben hat Gewicht" (http://www.leben-hat-gewicht.de).

 

Veröffentlicht am 20.02.2009

Internet: http://www.bmfsfj.de

 

GUT-DRAUF-Tipps zu Essstörungen

Speziell zum Thema Essstörungen hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) zwei Broschüren aktualisiert. Es handelt sich um die GUT DRAUF-Tipps "Die heimliche Sucht – Essstörungen" und "Gefährliches Ziel Traumbody – Zwischen Hungerwahn und Muskelsucht". Sie geben jugendgerechte Informationen über Essstörungen, Diäten, Schönheitstrends und Hinweise darauf, wie man in schwierigen Zeiten gelassen bleibt. Angaben zu weiterführenden Informationen, eine Übersicht nützlicher Kontakte und Adressen ergänzen die Inhalte.

Das Ziel der GUT DRAUF-Jugendaktion ist die Förderung eines gesunden Ernährungs- und Bewegungs¬verhaltens sowie die Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens junger Menschen. Dazu gehören Bewältigungsstrategien, damit bei psychischer Belastung und in Stresssituationen nicht, wie es die Bundeszentrale ausdrückt, "auf das Essverhalten als Lösungsstrategie zurückgegriffen werden muss". Um diese Themen ganz selbstverständlich in den Lebensalltag junger Menschen zu integrieren, arbeitet die BzgA mit Fachkräften aus der Jugendarbeit, dem Sport, der Schule, den Jugendunterkünften und den Jugendkreisen zusammen.

Die GUT DRAUF-Tipps "Die heimliche Sucht – Essstörungen" und "Gefährliches Ziel Traumbody – Zwischen Hungerwahn und Muskelsucht" können kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 02 21 / 8 99 22 57, E-Mail: order@bzga.de oder online unter http://www.bzga.de/?id=medien&sid=76.

(Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – BzgA - vom 12.2.2009)

Az.: 458.0 Hm/Ve ND HStT 3/2009

 

 

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